Steuererklärung

400-Euro-Jobs werden auch als Minijob oder geringfügige Beschäftigung bezeichnet. Diese Grenze wurde am 01.04.2003 von 325 Euro auf 400 Euro erhöht.

Liegt ein Arbeitnehmer mit seinem Verdienst innerhalb der Grenze von 400 Euro, zahlt er weder Steuern noch Sozialabgaben. Sein Verdienst ist somit brutto gleich netto. Auch Arbeitnehmer, die diesen Job als Nebenbeschäftigung ausüben, bleiben steuer- und sozialabgabenfrei.

Arbeitgeber, die einen 400-Euro-Jobber beschäftigen, melden diesen bei der Bundesknappschaft an und führen maximal 30,1 % des gezahlten Entgelts als Pauschalabgabe an diese ab. Diese gliedert sich wie folgt auf:

  • 15 % – Rentenversicherung
  • 13 % – Krankenversicherung
  • 2 % – Pauschsteuern (ohne Lohnsteuerkarte)

In Kleinbetrieben von weniger als 30 Mitarbeitern, zahlt der Arbeitgeber eine zusätzliche Pauschale in Höhe von 0,1 % an die Bundesknappschaft, um Ausgleiche bei Krankheit und Mutterschaft schaffen zu können.

Für Arbeitnehmer, die privat oder nicht krankenversichert sind, entfällt der Pauschalbetrag zur Krankenversicherung.

Diese Regelungen gelten allerdings nur, wenn der Arbeitnehmer lediglich einer geringfügigen Beschäftigung nebenbei nachgeht. Er darf mit seinem Verdienst die 400-Euro-Grenze nicht überschreiten.

Sofern er mehrere dieser Jobs in Anspruch nimmt und die 400-Euro-Grenze somit überschritten wird, werden diese zusammengerechnet und sind voll sozialversicherungspflichtig.

Bei einem Arbeitnehmer, der in seinem Hauptberuf einer sozialversicherungsfreien (Beamte, Selbständige) Tätigkeit nachgeht, enfällt diese Zusammenrechnung der Verdienste. (Bild: © Thorben Wengert / pixelio.de)