400 Euro Job Hartz 4

400 Euro Jobs und Hartz 4

Arbeitslosengeld II-Empfänger unterliegen vielen Einschränkungen, wenn es darum geht, was als anrechenbares Einkommen gilt. Beispielhaft hier die Anrechnung des Entgelts der „400 Euro Jobs“ und „Ein Euro Jobs“.

Anrechnung Entgelt „400-Euro-Jobs“.

Wenn das Einkommen nicht mehr als 400 Euro monatlich beträgt, bleibt ein Betrag von 100 Euro im Monat anrechnungsfrei. Damit sind pauschal die Ausgaben für Versicherungen (30 €), Altersvorsorge (Beiträge zur Riester-Rente) und die Werbungskosten (€ 15,33) abgegolten. Von dem über diesen Grundfreibetrag hinausgehenden Nebeneinkommen bleiben 20% von € 101 bis € 799 anrechnungsfrei.

Rechenbeispiel bei einem Monatseinkommen von 400 Euro:

  • Grundfreibetrag: 100,00 Euro
  • 20 % von (400-100)=300 Euro = 60,00 Euro

Von 400 Euro sind also 160 Euro nicht anzurechnen. Angerechnet auf das Arbeitslosengeld II werden somit 240 Euro.

Definition „400 Euro Job“.

Wenn das Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung 400 Euro monatlich nicht übersteigt, liegt eine geringfügig entlohnte Beschäftigung vor (daher auch „400 Euro Job“ oder Minijob). Geringfügige Beschäftigungen sind der Sozialversicherung zu melden. Minijobs werden in geringfügige und kurzfristige Beschäftigung eingeteilt. Kurzfristige Beschäftigungen sind einmalige Beschäftigungen oder eine Beschäftigung, die nicht länger als zwei Monate dauert.

Anrechnung des Einkommens der „Ein Euro Jobs“.

Der Zuverdienst durch die so genannten „Ein Euro Jobs“ ist anrechnungsfrei. Ein Arbeitslosengeld II Empfänger ist verpflichtet einen „Ein Euro Job“ anzunehmen. Als zumutbar gilt grundsätzlich jede legale und nicht sittenwidrige Arbeit.