Geringfügige Beschäftigung bis 1999

Eine geringfügige Beschäftigung lag bis 1999 vor, wenn zum einen die regelmäßige Wochenarbeitszeit 15 Stunden nicht überschritten hat und zum anderen das Arbeitsentgelt ein Siebtel der Bezugsgröße nicht überstiegen hat.

Als Bezugsgröße wurde der Durchschnittsverdienst zur Hand genommen, der sich aus allen Arbeitnehmern ergeben hat, die in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert waren. 1996 lag die Geringfügigkeitsgrenze in Westdeutschland bei 590 DM und in Ostdeutschland bei 500 DM.

Es wurde dann von einer geringfügigen Beschäftigung gesprochen, wenn die Tätigkeit auf zwei Monate innerhalb eines Jahres begrenzt war. Bis 1999 zahlten weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung Beitrage zur gesetzlichen Sozialversicherung.

Dadurch hatten die Beschäftigten gegenüber der Sozialversicherung auch keine Ansprüche. Nur der Arbeitgeber zahlte Sozialbeiträge, wenn das Entgelt unter der höheren „Geringverdienergrenze“ lag. (Bild: Günther Schad / pixelio.de)