Haushaltshilfen immer anmelden

Aus vielen Haushalten sind sie nicht mehr wegzudenken, die Haushaltshilfen. Einige wissen aber nicht, dass Haushaltshilfen der Unfallversicherung gemeldet werden müssen. Die Grundlage ist die gesetzliche Unfallversicherungspflicht für Arbeitnehmer. Diese dient dem Schutz der Erwerbsfähigkeit und gilt auch für Personen, die regelmäßig in privaten Haushalten gegen Bezahlung tätig sind, z. B. Babysitter oder Putzfrauen.

Durch die Meldung zur Versicherung sind Haushaltshilfen bei den auszuführenden Tätigkeiten und den damit verbundenen Wegen gegen Unfälle versichert. Damit sind bei Schadensfällen unter anderem die Kosten für medizinische Behandlungen gedeckt. Die Anmeldepflicht besteht unabhängig von der Anzahl der monatlichen Arbeitsstunden und der Höhe des Arbeitsentgeltes. Der Privathaushalt fungiert in diesem Falle als Arbeitgeber und hat für die Anmeldung zu sorgen.

Für geringfügig beschäftigte Haushaltshilfen, die bis zu 400 Euro monatlich verdienen, lässt sich der Anmeldepflicht über das Haushaltsscheck-Verfahren bei der Minijobzentrale nachkommen. Beträgt das Arbeitsentgelt mehr als 400 Euro, muss die Meldung unmittelbar bei dem zuständigen Unfallversicherungsträger erfolgen. Informationen darüber erteilen die regionalen Unfallkassen, die es in jedem Bundesland gibt.

Die Haushaltshilfe muss keine Beiträge zur Unfallversicherung entrichten, diese werden ausschließlich vom Privathaushalt gezahlt. Bei der Teilnahme am Haushaltsscheck-Verfahren beträgt die Beitragshöhe 1,6 % des Arbeitsentgeltes und wird von der Minijobzentrale eingezogen. Für direkt über die Unfallkassen gemeldete Beschäftigte liegt der jährliche Beitrag zwischen 40 und 80 Euro.

Wer die Haushaltshilfe nicht zur Unfallversicherung anmeldet, kann mit einer Geldstrafe belegt werden. Zudem muss mit erheblicher finanzieller Belastung gerechnet werden, wenn die nicht angemeldete Person einen Unfall erleidet. Die dadurch entstehenden Kosten sind dann vom Privathaushalt zu tragen.