Ab 2012: Hartz-IV-Empfängern bleibt mehr von ihrem Zusatzverdienst

Hartz-IV-Empfängern, die sich durch einen Nebenjob etwas dazuverdienen, bleiben ab dem kommenden Jahr voraussichtlich bis zu zehn Euro pro Monat mehr als aktuell. Hintergrund ist die von Union und FDP geplante Erhöhung der Mini-Job-Grenze von derzeit 400 auf dann 450 Euro.

Bezieher von Arbeitslosengeld II, die einem Mini-Job nachgehen, verfügen über einen monatlichen Freibetrag in Höhe von 100 Euro, der nicht mit der Hartz-IV-Regelleistung verrechnet wird. Vom darüber hinausgehenden Verdienst dürfen Hartz-IV-Empfänger hingegen nur 20 Prozent behalten.

Aktuell sind bei einem Maximalverdienst von 400 Euro im Rahmen eines Mini-Jobs somit weitere 60 Euro unantastbar. Nach der Erhöhung der Grenze und im Falle eines entsprechend höheren Verdienstes dürften Hartz-IV-Empfänger künftig dann neben dem Freibetrag von 100 Euro 70 Euro vollumfänglich behalten, würden unter dem Strich aus einem Mini-Job also 170 Euro zusätzlich zum Arbeitslosengeld II erhalten.

Zusammen mit der ab 2012 gültigen Erhöhung des Regelsatzes um zehn auf dann 374 Euro könnten die derzeit rund 4,6 Millionen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland somit bis zu 20 Euro im Monat mehr zur Verfügung haben als im zu Ende gehenden Jahr 2011.