400 Euro Job für Frauen oft ein Problem

Die Wissenschaftlerin Ute Klammer spricht sich für die Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung aus. Nach Aussagen von Klammer sind die 400 Euro Jobs für Frauen oft ein Problem, da sie in dieser Form der Beschäftigung hängenbleiben.

Für viele lohnt sich der Ausbau ihrer Arbeit nicht. Die Folgen, die damit entstehen, sind nach Erklärungen der Wissenschaftlerin verheerend. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlerinnen schrieb Ute Klammer den ersten Gleichstellungsbericht für die deutsche Bundesregierung. In diesem plädiert sie dafür, die Förderung des Staats von Mini-Jobs zu beenden.

Klammer betonte, dass eine Frau im Laufe der Jahre stückweise ihre Kompetenzen verliert, wenn sie in einem 400 Euro Job hängenbleibt. Obwohl heute mehr Frauen arbeiten als noch vor einigen Jahren ist das Arbeitsvolumen weiblicher Arbeitskräfte nahezu gleich geblieben. Der Grund dafür ist die Arbeitszeit von Frauen, die heute oft geringer ist als in der Vergangenheit.

Klammer betonte jedoch, dass Befragungen ergeben haben, dass Frauen gerne arbeiten würden. Viele der weiblichen Fachkräftige stecken den Umfrageergebnissen zufolge jedoch in einem 400 Euro Job fest.

Sozialabgaben und Steuern sind ein Problem

Der Anreiz, in der geringfügigen Beschäftigung zu bleiben, ist für die Betroffenen hoch. Bauen sie ihr Beschäftigungsverhältnis aus, entstehen Sozialabgaben und Steuern, die beglichen werden müssen.

Vor allem wenn eine Frau verheiratet ist und einem Mini-Job nachgeht, stellt sie laut Klammer oft fest, dass sich mehr Arbeit für sie nicht lohnt. Nach Aussagen von Ute Klammer sind Mini-Jobs aus der Perspektive der Gleichstellung desaströs. Durch sie werden Frauen nach Erläuterungen der Wissenschaftlerin in eine biographische Sackgasse geführt.