Schülerjobs werden immer beliebter

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Immer mehr Jugendliche in Deutschland entscheiden sich für einen Nebenjob, mit dem sie zumindest von Zeit zu Zeit ihr Taschengeld aufbessern können. Das Statistische Bundesamt zählte 2008 bundesweit rund 230.000 arbeitende Schüler.

Ob kellnern oder Zeitung austragen – Jugendliche in Deutschland entscheiden sich immer öfter für einen Nebenjob, um das Taschengeld von den Eltern zumindest zeitweise aufstocken zu können. Dabei sind Nebenjobs für viele Schüler zur Selbstverständlichkeit geworden. Allein 2008 wurden durch das Statistische Bundesamt rund 230.000 arbeitende Schüler gezählt.

Mittlerweile wird der Anteil der 13- bis 17-Jährigen, die zumindest von Zeit zu Zeit arbeiten, auf 20 bis 40 Prozent geschätzt. Dabei stehen nicht nur in den deutschen Großstädten zahlreiche Jobangebote für Schüler zur Verfügung. So haben die Jobcenter neben den Klassikern wie Nachhilfe geben und Hausaufgänge putzen auch exotische Angebote in der Datenbank.

So werden in Deutschlands Hauptstadt Berlin beispielsweise nicht-kamerascheue, gut aussehende und sportliche Jungen für die Werbefotografie gesucht. Auch als Gartenhelfer für Privathaushalte können Jugendliche tätig werden. Nach Aussagen der Arbeitsrechtsexpertin Valentine Reckow können Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr fast alle 400-Euro-Jobs annehmen.

Allerdings benötigen die Jugendlichen vor dem ersten Arbeitstag die Ersatzbescheinigung zur Lohnsteuerkarte. Diese kann beim zuständigen Finanzamt abgeholt werden und wird schließlich vom Arbeitgeber hinterlegt.