Geringfügige Beschäftigung: Arbeitsvertrag

Jede geringfügige Beschäftigung muss nach dem deutschen Arbeitsrecht auf einem Arbeitsvertrag basieren. Der Arbeitsvertrag regelt wie bei einer klassischen Vollzeitbeschäftigung die wichtigsten Rahmenbedingungen des Arbeitsverhältnisses. Durch ihn wird die Probezeit des geringfügig Beschäftigten definiert. Des Weiteren finden sich in ihm alle Informationen zur Beschäftigungsart.

So muss der Arbeitsvertrag für geringfügige Beschäftigungen Auskunft darüber geben können, ob es sich um ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis handelt. Der Arbeitsvertrag umfasst die Anschrift des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers. Bei den Arbeitgeberdaten ist es in größeren Unternehmen üblich, dass ein Vertretungsberechtigter mit Namen vermerkt wird.

Der Vertrag teilt sich in mehrere Paragraphen auf, in denen die unterschiedlichen Grundlagen zum Arbeitsverhältnis geregelt werden. Nach Vorstellungen des Gesetzgebers startet er mit der Definition des Beginns des Arbeitsverhältnisses. Diesem schließen sich die Regelungen zur Probezeit an. In Verbindung mit der Probezeit müssen die genaue Länge, sowie die Besonderheiten zur Kündigung während dieser angegeben werden. Dem Arbeitgeber steht die Länge der Probezeit im gesetzlichen Rahmen frei. Üblicherweise wird mit dem geringfügig Beschäftigten ein Zeitraum von drei Monaten vereinbart.

Ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsvertrages ist die Beschreibung der Tätigkeit. Sie dient sowohl dem Arbeitnehmer als auch dem Arbeitgeber als Grundlage. Zunächst erfolgt die Definition der genauen Tätigkeit, die die Berufsbezeichnung bildet. Im Anschluss werden alle Arbeiten aufgelistet, die in den Aufgabengebiet des geringfügig Beschäftigten fallen. Viele Arbeitgeber verzichten dabei auf eine zu starke Einengung, da der Arbeitnehmer allen Änderungen im Tätigkeitsbereich zustimmen muss. Sind die Arbeiten zu stark eingeschränkt und werden zum späteren Zeitpunkt erweitert, ist es ebenso möglich, dass durch den Arbeitgeber eine sozial gerechtfertigte Änderungskündigung ausgesprochen wird.

Jeder Arbeitsvertrag für geringfügig Beschäftigte enthält des Weiteren alle relevanten Informationen zur Arbeitsvergütung. Dazu gehört die vereinbarte monatliche Bruttovergütung. Alternativ kann in dem Vertrag ein Stundenlohn angegeben werden. Hat der geringfügig Beschäftigte Anspruch auf Sonderzahlungen, müssen diese vermerkt werden. Dabei ist es möglich, dass die Sonderzahlungen anteilig jeden Monat ausgezahlt werden, sodass weitere Ansprüche auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld nicht gegeben sind.