400 Euro Job: Urlaub und Urlaubsanspruch

Der 400-Euro-Job, auch Mini-Job genannt, ist eine geringfügige Beschäftigung, mit einem niedrigen Lohn oder einer kurzfristigen Beschäftigung. Ein Mini-Job liegt vor, wenn das Arbeitsentgeld 400 Euro im Monat nicht übersteigt. Im letzten Jahr gab es knapp 4,9 Millionen Menschen, die einen 400-Euro-Job ausübten.

Meist üben diese Jobs Schüler, Studenten, Rentner und Nebenberufler aus. Aber auch Leute, die den Wiedereinstieg ins Berufsleben endlich wieder schaffen möchten, denn oft entwickelt sich aus einem 400-Euro-Job eine Festeinstellung in der Firma.

Geringfügig Beschäftigte haben laut Gesetz mindestens 24 Werktage im Jahr Anspruch auf bezahlten Urlaub. Werktage heißt: Montag bis einschließlich Samstag, ohne gesetzliche Feiertage. Das entspricht 4 Wochen im Jahr. Nur arbeiten die meisten geringfügig Beschäftigten ja nicht jeden Tag. Dafür gibt es eine Formel, nach der man ganz einfach die Urlaubstage berechnen kann. Diese ist:

Arbeitstage des Mitarbeiters wöchentlich / 6 x 24 = Urlaubstage
Ein Rechenbeispiel wäre zum Beispiel 3 Tage wöchentlich: 3 / 6 x 24 = 12

In den meisten Betrieben bekommen sie aber auch mehr Urlaub. Diese rechnen nicht mit einer 6-Tage-Woche, sondern mit einer 5-Tage-Woche, das heißt die Samstage werden hier nicht mitgerechnet. Vollzeit- und Teilzeitarbeitnehmer werden hier gleichberechtigt. Das heißt, wenn zum Beispiel ein Vollzeit-Arbeitnehmer 30 Arbeitstage Urlaub bei einer 5-Tage-Woche hat, dann gilt für den Teilzeit-Mitarbeiter:

Arbeitstage des Mitarbeiters wöchentlich / 5 x 30 = Urlaubstage
bei diesem Rechenbeispiel: 3 Tage wöchentlich: 3 / 5 x 30 = 18