400 Euro Job: Krankenversicherung für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse

Bei einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis wird unterschieden zwischen dem so genannten 400-Euro-Job und der kurzfristigen Beschäftigung. Bei einem 400-Euro-Job darf der monatliche Verdienst im Durchschnitt die 400 Euro nicht überschreiten. Die kurzfristige Beschäftigung darf entweder 2 Monate oder 50 Arbeitstage pro Jahr nicht überschreiten.

Bei einem 400 Euro Job zahlt der Arbeitnehmer weder Beiträge für die Sozialversicherung noch Steuern auf den Verdienst. Der Arbeitgeber muss Pauschalen für Lohn- und Kirchensteuer, ebenso für die Sozialversicherung – für die Krankenversicherung sind das zurzeit 13 % – an die Minijobzentrale überweisen.

Wenn der Ehepartner Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, ist der Arbeitnehmer, der einen 400-Euro-Job ausübt, familienversichert. Es dürfen keine weiteren Einnahmen anfallen, z. B. Einnahmen aus Vermietungen oder Zinsen. Kinder bis zum 18. Lebensjahr oder während der Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr sind ebenfalls durch die Eltern versichert, wenn diese einer gesetzlichen Krankenversicherung angehören.

Wenn der Mini-Jobber, z. B. weil der Ehepartner nicht gesetzlich versichert ist, nicht in der Familienversicherung sein kann, besteht die Möglichkeit einer privaten Versicherung. Dafür fällt ein monatlicher Beitrag an, der zwischen 120 und 150 Euro liegt.

Im Krankheitsfall bekommt ein geringfügig Beschäftigter, genau wie festangestellte Arbeitnehmer, für sechs Wochen Lohnfortzahlung. Für die Zeit danach hat er keinen Anspruch auf Krankengeld.