400 Euro Job – Minijob

400 Euro-Jobs oder auch Mini-Jobs genannt, zählen zu den geringfügigen Beschäftigungsarten. Wie der Name schon sagt, liegt die Verdienstgrenze pro Monat bei exakt 400 Euro.

Grundlage ist 1/12 vom Jahresverdienst aus dem Mini-Job. Zu den geringsfügigen Beschäftigungsarten zählt auch ein Job mit bis zu 50 Werktagen oder bis zu 2 Kalendermonaten.

Nach § 8 SGB IV ist ein Mini-Job von Zahlungen in die Pflege-, Kranken-,Arbeitslosen- und Rentenversicherung befreit. Der Arbeitgeber zahlt an den Fiskus einen pauschalen Steuersatz. Dies gilt auch bei privaten Arbeitgebern. Für eine später höher ausfallende Rente kann der Arbeitnehmer freiwillig Zahlungen an die Rentenversicherung leisten. Arbeitsrechtlich gesehen, gibt es keinerlei Unterschiede zur normalen Vollzeitbeschäftigung.

Das bedeutet, dass der Mini-Jobber gesetzlich Anspruch auf Erholungsurlaub und Lohnfortzahlung bei Krankheit hat. Mini-Jobs unterliegen genauso dem Kündigungsschutz-, als auch dem Mutterschutzgesetz. Sonderkündigungsrechte und betriebliche Sozialleistungen bleiben unangetastet erhalten. In privaten Haushalten gelten Sonderregelungen.

Werden betriebliche Sonderzahlungen und Weihnachtsgelder ausgeschüttet, so profitiert der Mini-Jobber aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes davon. Hier muss man allerdings darauf achten, dass der Betrag von 400 Euro nicht überschritten wird, da sonst Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge auch rückwirkend fällig werden.

400 Euro-Jobs können sowohl befristet als auch unbefristet ausgeübt werden. Auch nebenberuflich neben dem Hauptjob ist die Beschäftigungsvariante möglich. Allerdings darf man einen Mini-Job nur annehmen, nach vorheriger Erlaubnis des Hauptarbeitgebers.
Einen Mini-Job darf man nicht bei der Konkurrenz annehmen.